Damen 1 - dat war nix!

Nach Köniz ans Rückspiel reiste das Damen 1 mit Löchern in der Kaderliste, dafür mit grossem Car und einigen Fans. Es herrschte eine lockere, aber auch etwas nervöse Stimmung. Man war sich bewusst, dieses eine Spiel entscheidet. Alles oder nichts.

Mit diesen gemischten Gefühlen ging es in die Garderobe. Einige kleine Veränderungen sollten in der Deckung noch zu mehr Kompaktheit führen und im Angriff durfte die Freude nicht fehlen, dann, so Mile Barasin, kommt es gut.

Die Partie beginnt und beide Teams brauchen etwas Zeit, um anzukommen. Erst in der dritten Minute fällt das erste Tor, für Köniz. Die Ostschweizerinnen brauchen sogar sechs Minuten bis zum ersten Treffer. Sie drehen dann langsam auf und erzielen ein Tor nach dem anderen. Teils durch schnell und frech gespielte Auslösungen und auch durch Einzelaktionen, die von Überzeugung und Herzblut strotzen. Eine schön anzuschauende Partie entwickelt sich. In der zwanzigsten Minute führt die SG Uzwil/Gossau mit 10:5. Und dann das: Zack, der Faden reisst... Bis zur Pause gelingt es der SG Uzwil/Gossau gerade mal noch zwei Treffer zu erzielen und muss  acht Tore des Club Köniz 72 entgegennehmen. Die Partie ist also wieder ausgeglichen, als der Pausenpfiff ertönt.

Die Ansage in der Pause ist kurz, dafür kräftig. Weiter an uns glauben, kompakter stehen und vor allem schneller spielen, heisst es von Mile. Einige Umstellungen in der Aufstellung runden die Ansprache ab. Zurück auf dem Spielfeld passiert aber nichts. Die Damen der SG Uzwil/Gossau zeigen ihr grosses Kämpferherz, agieren in der Deckung aggressiv, teils zu hart und werden mit 2-Min-Strafen gestoppt. Wogegen der Club Köniz 72 seine Stärke zeigt und vor allem eine Spielerin die Gäste zur Verzweiflung bringt. Aber die Ostschweizerinnen haben keine Mittel dagegen. Weder auf dem Feld, noch auf der Bank kann eine Lösung gefunden werden. Somit endet DAS Spiel mit einer enttäuschenden Leistung. Die SG Uzwil/Gossau verliert die Partie mit 16:26. Oder anders gesagt, die Damen aus Köniz steigen in die 1. Liga auf. (nochmals herzliche Gratulation!)

Sechzig Minuten wiederspiegeln eine ganze Saison. Ein knappes Kader ergänzt durch Minis und Carole, ein Hochgefühl und dann Ratlosigkeit, etwas Glück und zu wenig schnelle Beine, eine Saison, die dennoch FREUDE macht! Also, auslüften, ausruhen und dann wieder ran an die Arbeit.

Das Damen 1 bedankt sich wirklich herzlichst für die wertvolle und lautstarke Unterstützung in der ganzen Saison. Das war definitiv 1.klassig! Bis im HerbstJ, HOPP SG! *HU*HU*HU*

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