MU 13 Fürstenland: Lehrgeld bezahlt!

Grenzerfahrung bezüglich Körperlichkeit und Mut!

 

SG Fürstenland   :   GS Stäfa Espoirs 1           18  : 42  (10 : 18)


Schon beim Einlaufen war ersichtlich, dass mit der ersten Mannschaft von GS Stäfa Espoirs vor allem die Körperlichkeit ein Argument lieferte und wenn dann auch noch die entsprechende Spielfähigkeit zu erwarten ist, dann wird dies ein ganz hartes Spiel für die Fürstenländer...

Dass die Spiele zuerst gespielt werden müssen, ehe "Vorurteile" gefällt werden ist eine alte Binsenwahrheit, auch wenn die Einheimischen wegen Verletzungen, Krankheiten, Skilager und Ferien geschwächt antreten mussten.

Erst beim Timeout nach rund 20 Minuten und einem Spielstand von 8:10 sah sich der Trainer genötigt, mittels  Timeout die angesprochenen "Befürchtungen" auf Distanz zu halten. Die Jungs von der Goldküste schafften es erst kurz vorher, ihr körperliches und auch spielerisches Potential abzurufen.

Der Start des Heimteams wusste zu gefallen, denn Noah Küffer im Tor war ein sicherer Wert und vorne wurde "Etienne gegen 6" gespielt. Der grössenmässig unterlegene Spielmacher Etienne Kobler spielte mit den Stäfner Verteidiger inklusive Torwart "Katz und Maus" und hielt die "Weiss-Schwarzen" auf Schlagdistanz mit den Zürcher Gästen.

Leider vermochte die Auszeit das "Erwachen" der Seebuben nicht zu stoppen und die Wucht der Angriffe nahm stetig zu und bei eigenen Angriffen wurde Etienne oftmals "gedoppelt" und dementsprechend neutralisiert. Dennoch stand er beim 10:18 bei Halbzeit mit 7 Treffern hervorragend da.

Lars Widmer, der körperlich auf Augenhöhe agieren konnte, hatte nach Skiferien und Krankheit offenbar noch sehr viel mit sich selber zu kämpfen und konnte kaum Impulse setzen. Erst als er "verrückt" wurde, nachdem ihn die "Gelb-Schwarzen" hart aber fair "malträtiert" hatten, zeigte er mit insgesamt 5 Toren, doch noch sein Können.

Ansonsten war leider viel zu viel Zaghaftes und sogar Ängstliches zu konstatieren. Zugegeben es braucht natürlich schon Mut, in die kleinen Lücken gegen das defensive 5:1 der Zürcher hineinzupreschen und sich in der Deckung gegen einen "Lastwagen" zu stemmen, wenn ein "Lieferwagen" gegenübersteht...

Mangelnden Mut kann man Goalie Naum Schurter sicher nicht zusprechen. Er wehrte sich tapfer mit seinen Mitteln gegen Bälle in der niedrigen Reichweite. Die Jungs vom Zürichsee waren clever genug, vor allem hoch und weit zu werfen, so dass es mit 24 Gegentreffern zu einem "hässlichen" 18:42-Endresultat gereichte. Zwecks Schonung für das U15 Futuro-Spiel verblieb Spielführer Etienne Kobler in Halbzeit 2 auf der Bank, womit dem Angriffsspiel fortan der "Motor" fehlte.

Erwähnenswert ist der erste Treffer bei seinem ersten Meisterschaftsspiel von Mahdi Asghari, der körperlich durchaus mithalten konnte, doch in Sachen Spielfähigkeit verständlicherweise noch viel dazu lernen muss. Ebenso zeigte sich Christoph Frick, der 2."Neue" im RLZ-Team, nach zurückhaltendem und fehlerhaften Beginn, angriffiger. Mit etwas mehr Wettkampfglück oder Präzision hätte er auch mehr als einen Treffer verdient gehabt. Der Pfosten und die Torlatte hatten jedoch etwas dagegen.

Ein kleinen Spieler an den Kreis zu stellen ist nicht gerade eine tolle Idee eines Trainers, doch Keichi Preisig machte gerade eben aus dieser Position 2 seiner 3 Treffer und liess die gegnerischen "Brocken" für einmal "alt" aussehen...
  
Weniger zu entschuldigen sind diejenigen Spieler, die weit von ihren Möglichkeiten blieben und zu wenig Mut zeigten, diesen "unfairen" Kampf aufzunehmen. Wer einmal "Elite" spielen will, muss dazu bereit sein, denn gerade auf Stufe U15 gibt es ebenso grosse Unterschiede bei steigender Dynamik und Kraft.

So gesehen war diese "Grenzerfahrung" für viele ein wichtiger Lehrplätz! Am kommenden Samstag, und somit immer noch zur Fürstenland-Ferienzeit, gilt es die gemachten Erfahrungen in positive Energien umzuwandeln und weitaus frecher und mutiger gegen den HC Arbon (Sporthalle, 10.45 Uhr) anzutreten. In welcher Aufstellung auch immer, es ist bei reduziertem Kader immer eine Chance, dank mehr Spielanteilen, sich zu zeigen und aufzudrängen. Und diese Gelegenheit folgt bereits am 17.Februar im nächsten Auswärtsspiel!


HOPP FÜRSCHTELAND!!!

  
Insgesamt zu wenig ins Kämpfen gekommen sind:

Noah Küffer, Naum Schurter; Mahdi Asghari, Silvan Bücheli, Christoph Frick, Etienne Kobler, Keichi Preisig, Lino Solèr, Fabio Steingruber und Lars Widmer


Gianni Keller

 

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