MU 13 Fürstenland: "Und ohni Znacht is Bett!"...

Mit zu wenig Biss in der Defensive und zu harmlosem Angriff bitter verloren!

 

Seen Tigers   :   SG Fürstenland           30  : 29  (14 : 14)


Im ersten Auswärtsspiel warteten in der Winterthurer Mattenbachhalle die Seen Tigers auf die Fürstenlandtruppe. Das "Vorspiel" bestritten die U13 Inter-Teams von Pfadi Winterthur und GC Amicitia Zürich. Es war schon erstaunlich, welch tempointensives und vor allem physisches Spiel die Stadtzürcher an den Tag legten.

Im Vergleich dazu waren die RLZ-Jungs geradezu eine Zwergentruppe aus der nur gerade Damian Bruggmann und Lars Widmer etwas herausragen.

In den Reihen der Gastgeber spielte mit Loris Koblet ein quirliger eher kleinerer Seemer, der sich mit Etienne Kobler ein cooles Duell lieferte, weil beide auf Augenhöhe kämpfen konnten und der Ausgang dieses "Fightes" in etwa unentschieden ausgefallen sein dürfte.

Klar im "Plus" sollten die Ostschweizer auf der TW-Position mit Noah Küffer sein. Dieser Vorteil wurde jedoch durch 2 Umstände aufgehoben, weil die 1:5-Verteidigung wiederum viel zu brav agierte und fast jeglichen Körpereinsatz vermissen liessen. Zum anderen kamen die Winterthurer entweder mit Tempo ins 1:1 oder die "bulligen" Spieler mit zuviel Wucht auf die kleinen "Angreifer-Angreifer".

So entwickelte sich die Startphase in eine einseitige Richtung und führte zu einem relativ frühen Timeout nach einem Rückstand von 3 Toren.

Etienne Kobler war der einzige, der den Fürstenländerkarren noch einigermassen in der Spur halten konnte. Der Rest schien von den bisherigen Ereignissen wie von Ehrfurcht (oder nur "Furcht"?) erstarrt. Insbesondere Damian Pfründer war nicht wiederzuerkennen. Sein Standhandball war so für den Trainer unerklärlich...

Dementsprechend harsch fiel die Auszeit auch aus. Trotz weiterhin sehr schlechter Wurfeffizienz bieben die "Weiss-Schwarzen" mit 14:14 bei Spielhälfte im Rennen!

Ein Lichtblick war der mutige Erstauftritt des Herisauers Christoph Frick auf Rechtsaussen, der sich in kurzer Zeit im Team eingefunden hat.

Selbst die Spieler hatten die Einsicht, bis anhin "Schrott" gespielt zu haben, denn in der Spielanlage im Angriff waren die Fürstenländer eigentlich besser. Dies sollte sich bis zum 18:23-Vorsprung auch im Zwischenstand ausdrücken und der Trainer machte sich Gedanken, auch die 2.Garde noch aufs Feld schicken zu dürfen.

Leider machte insbesondere Lars Widmer diesem Ansinnen einen dicken Strich durch die Rechnung. Mit 3x2 Strafminuten schwächte er das Team nicht nur zahlenmässig, sondern vor allem auch körperlich. Mit der Einwechslung des gossen "Nicht-Torwartes" bei den Tigers, fanden die zu wenig cleveren Würfe den Weg kaum noch ins Tor und der Vorsprung schmolz wieder dahin.

Immerhin zeigte Damian Bruggmann nach schönen Anspielen an den Kreis und wenige Minuten vor Schluss auch der andere Damian ein paar erfolgreiche Aktionen, die auf einen Punktgewinn hoffen liessen. Ein Spekulieren des angesprochen anderen Damian versetzte der Hoffnung allerdings einen derben Rückschlag.

Timeout 30 Sekunden vor Ende! Etienne Kobler sollte am linken Flügel zur letzten Chance kommen. Eine Manndeckung durch den Winterthurer Trainer machte leider auch diesem Plan ein Ende und ein symptomatischer hoher Abschluss beim grossen Torwart verdeutlicht die insgesamt schwache Angriffsleistung. Bei 29 erzielten Toren eigentlich schon komisch so zu erwähnen...

Da die Tigers im Auftritt ihrem Namen eher näher kamen und 30 Treffer markieren konnten, verliessen die Fürstenland-Jungs die Platte mit hängenden Köpfen. Erst am 10.Februar 2018 (Buechenwald, 13.00 Uhr) können sich die "Weiss-Schwarzen" rehabilitieren. Gegen die GS Stäfa Espoirs 1-Truppe muss dann einfach mehr "Tor machen wollen" und mehr Biss und "Bosheit" gezeigt werden.

Es war exakt in diesem Bereichen auffallend zu erkennen, wer bereits U15-Erfahrung hat und wer "nur" noch U13 Animation spielt. Diese Lücke gilt es schnellstmöglich zu schliessen. Besser machen ist bekanntlich einfacher wie grösser machen... 


HOPP FÜRSCHTELAND!!!

  
Einen ungenügenden und enttäuschenden Auftritt gezeigt haben:

Noah Küffer, Naum Schurter (n.e.); Damian Bruggmann, Silvan Bücheli, Christoph Frick, Etienne Kobler, Damian Pfründer, Keichi Preisig, Loris Rottmeier, Lino Solèr, Fabio Steingruber und Lars Widmer

abwesend: Matteo Etter (Familie) und Timur Farkas (Familie)


Gianni Keller

 

Zurück