MU 13 Fürstenland: Wenn eine gewisse Ohnmacht um sich greift!

Offener Schlagabtausch in der ersten und ein destruktives 6:0 Otmars in der 2.Halbzeit im Derby!

 

TSV St.Otmar St.Gallen   :   SG Fürstenland            31  :  28  (15 : 19)


Was könnte der SC Magdeburg und das U13 RLZ Fürstenland in der nahen Vergangenheit Gemeinsames erlebt haben?

Die Antwort liegt in einer Art Ohnmacht! Während die Rhein Neckar Löwen mit Andy Schmid auf ein permanentes 7 gegen 6 im Angriff setzten und praktisch ohne Fehler runterspielten und so den Magdeburg-Trainer und dessen Mannschaft in der Deckung verzweifeln liess, geschah Gleiches den U13-Fürstenländern im Angriff gegen den TSV St.Otmar.

Nach einem lebendigen Spiel in der ersten Hälfte sah sich der Otmar-Coach offenbar gezwungen, den 4 Tore-Rückstand mit einem auf dieser Stufe verpönten defensiven Abwehrbollwerk korrigieren zu wollen. Es ist natürlich jedem frei gestellt, ob er sich an den Ausbildungsleitfaden des SHV halten will oder nicht...

Wie das Endresultat zeigt, hatte diese Massnahme den gewünschten Effekt erzielt und die Otmärler konnten sich 2 weitere Punkte gutschreiben lassen.

Doch zurück auf "Feld 1". Die "Weiss-Schwarzen" starteten eher verhalten in das Derby und praktizierten im Angriff mehr Standhandball als ein dynamisches Anlaufen in die Tiefe. Bei den Einheimischen konnte sich deren "Shooter" mal für mal durchsetzen und sorgte dafür, dass sich Leo Baumgartner sehr viele Gedanken machte...Die körperliche Überlegenheit liess sich nur mit Helfen kompensieren, doch leider klappte dies zu wenig, weil die Nebenspieler die quirligen Angreifer früh angreifen wollten.

Es war vor allem Matteo Etter, dem besten Fürstenland-Spieler an diesem Tag, zu verdanken, dass die Fürstenländer im Spiel blieben. Mit seinen Treffern verlief die Partie sehr ausgeglichen. Hierzu trug auch der junge Schiri bei, der die Schrittregel in eigener Art interpretierte und so ein paar Tore den Otmar-Jungs zugestand, die den Ausgang des Spiels allerdings nicht entschieden haben.

Leo Baumgartner vermochte mit ein paar gewonnen "1 gegen 1" seinem Antipoden etwas "zurückzugeben", wie auch die beiden Damians ein paar coole Treffer markieren konnten. Mit einfachen Kontertoren konnten die Gäste im Verlaufe von Halbzeit 1 etwas Distanz schaffen und so mit einer 19:15-Führung in die Pause gehen.

Der "Game-Plan" ging bis anhin auf. Nur im Bereich der Durchschlagskraft im Angriff war noch etwas Luft nach oben. Dass dann genau dieser Aspekt mit dem "angerührten Beton" zu kapitulieren drohte, brachte den schleichenden Umschwung in die Partie.

Die Querbewegungen häuften sich, weil die Junghandballer keine Lücken mehr sahen. Eine solche führte dann auch zum gewichtigen verletzungsbedingten Ausscheiden von Spielmacher Etienne Kobler.

Mit Kreuzen und gelduldigem Weiterspielen bis nach aussen konnten sich die Fürstenländer noch lange im Spiel halten, doch leider wurden zusehends auch noch die wenigen guten Chancen von aussen vergeben.

Ausdruck der Verzweiflung war dann auch ein Weitschuss von Lars Widmer weit übers Tor, der kurz Vorschluss die definitive Entscheidung einläutete und Otmar aus dieser Begebenheit heraus den 2 Tore-Vorsprung realisiern konnte.

Mit dieser Niederlage können die RLZ-Spieler kaum mehr auf einen Aufstiegsplatz hoffen. Dieser wird zwischen den Kadetten und Otmar ausgemacht.

Apropos Ohnmacht: Noch schlimmer ergeht es den sehr jungen "Espoirs" des HC Arbon. Mit einem Torverhältnis von -185 Toren aus 5 Spielen müssen sie in jedem Spiel einer höchst unangenehmen Situation gegenüberstehen. Am Samstag, 18.11.2017 (10.30 Uhr, Buechenwald) sind explizit diese Jungs der nächste Gegner des RLZ-Teams. Es wird die Gelegenheit sein, denjenigen Spielzeit zu gewähren, die bis anhin noch weniger Möglichkeiten hatten, sich im U13 Fürstenland-Team zu zeigen.

HOPP FÜRSCHTELAND!!!

  
Eine Niederlage mit schalem Nachgeschmack akzeptieren müssen:

Noah Küffer, Lars Lutz, Naum Schurter (Video); Leo Baumgartner, Damian Bruggmann, Silvan Bücheli, Matteo Etter, Timur Farkas, Etienne Kobler, Damian Pfründer, Keichi Preisig, Loris Rottmeier, Lino Solèr und Lars Widmer

 Gianni Keller

 

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