MU 15 Elite: Grobfahrlässiger Umgang mit Punkten!

Der Chancentod bringt die Forti-Jungs erneut in die Bedrouille!

 

HSG Aargau Ost   :   TSV Fortitudo Gossau    19  :  19   ( 8 :  9)


Ein "Déja-Vu" mussten die Forti-Jungs im Auswärtsspiel beim Aufsteiger in der altehrwürdigen Auenhalle in Baden über sich ergehen lassen!

Anstatt einen souveränen Auftritt sich und den Trainern zu gönnen, "murksten" sich die "Weiss-Schwarzen" durch die Spielzeit. Unter dem (gefühlten) Motto " jeder 10. Schuss ein Treffer" setzte sich der "Steher-Goali" des Heimteams in den Hirnwindungen der Fürstenländer fest. Der gelbe Pulli schien magnetische Wirkung zu haben, der vor allem Aurel Sostizzo (5 von 12) und Jan Brülisauer (3 von 8) zum "Opfer" fielen.

Der Trainer war nahe dran, ein Wurfverbot für die Flügelspieler auszusprechen, denn viele Auslösungen zielen darauf ab, diese frei zu bekommen. Entweder zu hoch und zu weit oder in der Hoffnung, dass der Torhüter doch irgend einmal doch die Beine öffnen möge, "verdaddelten" die Gossauer von aussen Chance um Chance.

Bekanntlich gewinnen Emotionen immer! Daran musste sich auch der Trainer immer wieder erinnern, denn trotz diesem Abmühen, Tore zu erzielen, blieb das Resultat "optimistisch". Die "vollzählige" Trainerbank der Einheimischen hatte offenbar noch weniger Freude am Treiben und nahm zuerst das Timeout in der 22.Minute bei 5:5 (...)!

Geduldig weiter am persönlichen (Angriffs-) Plan festhalten und weiterhin solidarisch verteidigen! Diese rationale Devise sollte den steinigen Weg, den sich die Fürstenländer selber geschaffen hatten, zum absolut machbaren Sieg führen. Die 3:2:1-Deckung hatte den einzigen Shooter und den Rest gut im Griff und Besmir Avdili (ebenfalls) im gelben Überzieher gegen den roten Gegner im Tor stehend, hielt wiederum ganz ordentlich.

Kurios und zugleich ironisch endete die 1.Halbzeit: Praktisch von der Seitenlinie hämmerte Aurel Sostizzo den direkten Freiwurf ins Netz! Das Sprichwort: "Du hat keine Chance, also nutze sie" war wohl sinnbildlich, denn die vermeintlich einfacheren Gelegenheiten blieben ungenutzt...

Dieses Gesamtbild änderte sich nach der "Pausenansprache" nicht wirklich!

Die Ostschweizer hatten von der Qualität ein viel breiteres Kader und bei den Wechseln keine ersichtlichen Einbussen zu verkraften. Da Cyrill Conscience auch nicht wie gewohnt das Spiel beeinflussen konnte, sprangen Marco Streule und Cédric Kobler in die Bresche. Vieles gelang, doch mit dem "Fertigmachen" haperte es weiterhin.

Selbst aus den nun vermehrt ausgesprochenen Strafen resultierte vorerst keine Beruhigung!

Eine Viertelstunde vor Schluss und dem Score von 11:14 für die Forti-Jungs schien der Bann gebrochen. Wegen Strafen und weiteren Fehlhandlungen im Angriff näherten sich wieder die "schwarzen 10 Minuten" des Fortitudo-Ensembles!

Der Gegner robbte sich wieder heran und die Gesichter der "Weiss-Schwarzen" glichen mehr und mehr der Dressfarbe! 70 Sekunden waren noch zu spielen! Ballbesitz für Forti und die Timeoutkarte "legebereit"! Bei Foul oder Zeitspielanzeige will sie der Trainer einsetzen. So der "rationale" Plan! Doch Aurel Sostizzo durchkreuzt diesen mit einer kapitalen Fehlentscheidung: Sprungwurf aus dem Stand von 10 Metern....

Im Gegenzug hielt Besmir das 19:19 fest! Timeout und 10 Sekunden Restzeit! Der Plan: Moreno Labriola sollte ein 1 gegen 1 auf Halblinks wagen, nachdem die beiden anderen Rückraumspieler "Druck" gemacht hatten. Überzieher nach aussen, weil bis anhin nur nach innen Versuche stattgefunden haben. Teil 1 gelingt, Teil 2 halbwegs, doch immerhin so gut, dass Daniel Inauen von aussen zur letzten Aktion kommt. Und dann wie 59 Minuten und 58 Sekunden vorher...Hoch und weit daneben! Selbst der Liveticker wollte das nicht mehr wahrhaben...

Es bleibt beim ärgerlichen Punktverlust und der Erkenntnis, dass sich die Fortitudo-Spieler selbst in diese Bedrouille gebracht haben, weil sie vor allem in den ersten 30 Minuten zu fahrlässig mit den eigentlich gut herausgespielten Aktionen umgegangen sind.

Da wohl auch das nächste Spiel am kommenden Samstag, 28.10.2017 (Buechenwaldhalle, 14.00 Uhr) nicht 50 sondern auch über 60 Minuten gehen wird, tun die Fürstenländer Junghandballer gut daran, ihre individuellen Pläne gegenüber den Emotionen (Ängste) siegen zu lassen. Der Trainer hat da noch einen Pfeil im Köcher!... Und: Schlussendlich ist ein Punkt besser als keiner! 


HOPP FORTI!!!

Den Auswärtspunkt zu 6 Punkten aus 5 Spielen geholt haben:

Besmir Avdili, Ognjen Stevic (n.e.); Jan Brülisauer, Cyrill Conscience, Daniel Inauen, Cédric Kobler, Moreno Labriola, Gian Lüchinger, Mauro Mattioli, Jerome Rutz, Nico Laurin Strauss, Marco Streule und Aurel Sostizzo

Gianni Keller und Daniel Rutz

 

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