MU 15 Futuro: 3. Aufprall am SC Frauenfeld!

20 Minuten ahnsehnlich - 40 Minuten wider dem Spielgedanken!

 

TSV Fortitudo Gossau Futuro   :   SC Frauenfeld   17  :  32 ( 7 : 12)


Es war leider schlussendlich die zu erwartende Physiognomie des Spiels gegen die Thurgauer, denen die Futuro innert 3 Monaten 4x gegenüberstehen "durften".

Die Futuros mussten erneut gegen das spielzerstörende Bollwerk an der 6 Meterlinie ankämpfen und wurden von den körperlich zum Teil massiv überlegenen Hünen überrollt!

Im Angriff wurde versucht mit einem Übergang Timon Truniger, der nebst Amin Sapra als einziger körperlich etwa auf Augenhöhe war, auf "aussen" frei zu spielen. Auf der Gegenseite wäre Moreno Labriola diese Rolle zugekommen, doch schied dieser sehr früh mit einer Knieverletzung aus.

Adam Dulkanovic ersetzte ihn sehr gut und war auch mutig genug, in die engen Lücken zu stechen. Bis auf wenige Tore und erreichten Zeitstrafen blieb es jedoch ein zähes Anrennen.

In der Deckung suchten die Gossauer ihr Heil in einem offensiven 3:3, um die "Walze" früh bremsen zu können. Diese Massnahme war 20 Minuten lang goldrichtig, denn die Frauenfelder bekundeten damit grosse Mühe. Janis Pfister machte diesbezüglich einen mustergültigen Job, weil er stets aufsässig spielte, trotz körperlichem "Missmatch". Bis zum 7:7 ging der gefährliche Plan auf. So lange war es dann auch noch eine ansehnliche Partie...

Diese aufwändige Deckungsarbeit birgt natürlich auch ihre Risiken. Ognjen Stevic stand das erste Mal gegen die Hauptstädter aus dem Thurgau im Tor und stellte die Gäste doch ab und zu vor Probleme, musste sich jedoch zu oft ohne Verteidiger, den Würfen entgegenstellen. Wenn bei Nico Strauss die Chancenauswertung vom Kreis nur etwas besser gewesen wäre, hätten die "Weiss-Schwarzen" in etwa auf Schlagdistanz bleiben können. Jeder Fehlwurf wurde zum giftigen Nadelstich für die Futuros. Der 7:12 Rückstand bei Halbzeit war nicht mehr als ein ordentliches Resultat.

Leider war absehbar, dass es auch schwierig werden würde, an eine Kehrtwende zu denken.  Nochmals 10 Minuten mit der "Starting Six" in die 2.Hälfte und dann schauen, wie es aussieht mit dem Aufholen. So der weiterhin energetisch stark aufreibende Plan vorne und hinten.

Es kam leider was kommen musste. Die Frauenfelder brachten ihren Shooter wegen der 2x2 Strafminuten-Bürde nur noch im Angriff, währenddessen sich insbesondere Timon Truniger an der "Roten Wand" aufrieb, bis er schliesslich auch in einer Seiten- statt Tiefenbewegung, unsanft auf dem Boden landete und angeschlagen vom Feld musste. Somit war der Kessel geflickt! Also Abbruch des Plans A und Plan B mit der Einwechslung der 2.Garde ab der 42.Minute!

Diese machten es sehr ordentlich, zumal der Frauenfelder Coach immerhin noch ein "5+1-System" spielen liess, was doch etwas Raum brachte und unter der Regie von Nicola Peyer doch mehr Handball "gespielt" werden konnte.

Der Herisauer Andreas Diem durfte endlich auch einmal einen Torerfolg bejubeln und  Amin Sapra nutzte den freien Raum, um sich im Angriff zu üben. Auch wenn nicht alles gelingen wollte, konnte er doch ein paar Treffer zum 32:17 Endstand beitragen.

Fazit aus dieser Begegnung ist, dass der SC Frauenfeld die Gruppe nun als Erster beenden wird. Die Futuros gastieren kommenden Samstag, 09.12.17 beim RLZ-Partner TV Herisau (Sportzentrum, 18.00 Uhr), um im "Heimspiel" gegen den HC Flawil ein nächstes Derby und um den 2.Rang zu spielen. Ein Remis genügt, um die Flawiler hinter sich lassen zu können! Bekanntlich kann man eigentlich im Handball kein Unentschieden anstreben... Also mit Vollgas in die Schlussrunde der ersten Meisterschaftsphase!

HOPP FORTI!!!

An einem grösstenteils äzenden Hin und Her teilgenommen haben:

Jeremias Eilinger, Lars Lutz, Ognjen Stevic; Leo Baumgartner, Luca Bücheli, Andreas Diem, Adam Dilkanovic, Etienne Kobler, Moreno Labriola, Nicola Peyer, Janis Pfister, Amin Sapra, Nico Laurin Strauss und Timon Truniger 

Gianni Keller

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