MU15 Elite: Den Sieg auf ärgerliche Art verschenkt!

Auch im 3.Spiel zeigen die Forti-Jungs ein schwaches Nervenkostüm!

 

BSV Future Bern   :   TSV Fortitudo Gossau    31  :  31   (17 : 17)


Wenn die Leichtigkeit des Seins fehlt, kommen Kraft und Angst zum Tragen!

Nur so ist es wohl zu erklären, dass die Forti-Jungs in der Schlussphase auch im 3.Spiel Nerven gezeigt haben.

Anstelle einen klaren Sieg aufzugleisen, war der Start mit den Lattentreffern von Silvan Rügge von Rechtsaussen und Moreno Labriolas Gegenstoss die ersten Zeichen, dass es auch beim Auswärtsspiel in der altehrwürdigen Spittelackerhalle eine "enge Kiste" werden könnte.

Ob es die körperliche Überlegenheit der Berner ausmachte, dass sich "Hemmungen" im Gehirn entwickeln konnten, gehört zu den vielen Fragen, wie auch die zum Teil etwas naive Verteidigungsarbeit, die vor allem die rechte Verteidungsseite offenbarte und den Bernern immer wieder ermöglichte "dranzubleiben".

Da die Berner keine Topgoalies hatten, gelangen den "Weiss-Schwarzen" immer wieder relativ leichte Treffer und so auch ein schöner Vorsprung, der jedoch auf ärgerliche Weise wieder "verdaddelt" wurde. Ein 12:17 5 Minuten vor Halbzeit reichte nicht, beruhigt in die Kabine gehen zu dürfen. 6 Eigenfehler und eine Zeitstrafe war natürlich eine desaströse Ausbeute in so kurzer Zeit...

Immerhin war ja noch nichts verloren, denn auch die Berner agierten fehlerhaft und Besmir Avdili war etwas besser als seine Antipoden beim BSV.

In Hälfte 2 kassierten die Ostschweizer wieder unnötige Zeitstrafen, die dazuführten, dass kurzzeitig sogar zu viert verteidigt werden musste und Jan Brülisauer in "Schwägalpmanier" bereits seine 2."Auszeit" bekam. Cédric Kobler musste nun den "Hinten Mitte-Part" spielen und machte das sehr ordentlich gegen den bulligen Kreisläufer.

Auch durch dieses "Sturmtief" in der 3:2:1- Deckung konnten sich die Forti-Jungs herauswühlen. Das Timeout nach einem von "+5" auf "+3" geschmolzenen Vorteil in der 56.Minute sollte "Coolness und Cleverness" in die Köpfe bringen mit klaren Ansagen im Angriffsverhalten. Tatsächlich erschufen sie sich einen 4 Tore-Vorsprung durch Moreno Labriola zum 27:31 in der 57.(!)Minute, als sich die Ereignisse der 1.Hälfte definitiv wiederholt anbahnten.

Eine "blöde" Zeitstrafe und 3 Fehlwürfe in 3 Minuten sorgten für die Duplizität der Ereignisse 30 Spielminuten zuvor. Aurel Sostizzo hätte das Spiel doch noch für die Gossauer "biegen" können, doch traf er die schlechteste Entscheidung, als er den in der nahen Torecke stehenden Torwart "links tief" anschoss.... Da waren Kraft und Angst schon sehr innig verbündet!

Der gegnerische Mittelmann machte es vor, was es heisst "cool und clever" zu agieren. Seine athletischen Voraussetzung bestens nutzend setzte er sich oft im 1 gegen 1 durch und warf konsequent weit hoch oder spielte seinen Kreisläufer an. 12 Tore aus 15 Versuchen sind ein klares Indiz, dass er eher im Bereich des "Leichtigkeit des Seins" seine Leistung abrufen konnte und die Fürstenländer dafür schwer enttäuscht ein 31:31 hinnehmen mussten.

Nicht ganz ideal ist nun die "RLZ-Regel", weil erst am Donnerstag wieder ein komplettes Teamtraining stattfindet. Bis dahin müssen sich die Forti-Jungs selber wieder aufrichten und darüber nachdenken, wie es am kommenden Samstag, 23.09.17 um 15.00 Uhr (Buechenwaldhalle) mit dem mentalen "Rüstzeug" aussehen soll, wenn der aktuell Tabellenletzte HSG Nordwest gegenüber steht. Eigentlich eine sehr gute Chance, das Selbstvertrauen mit einem Topauftritt zurückzuholen!


HOPP FORTI!!!

Wie begossene Pudel das Feld verlassen mussten:

Besmir Avdili, Ognjen Stevic (für 1Pen.); Jan Brülisauer, Cyrill Conscience, Daniel Inauen, Cédric Kobler, Moreno Labriola, Gian Lüchinger, Mauro Mattioli, Silvan Rügge, Jerome Rutz, Gianin Santeler, Nico Laurin Strauss (n.e.), und Aurel Sostizzo

Gianni Keller

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