MU15 Futuro: Ein Unentschieden im Auswärtsspiel!

Den Hals gerade noch aus der Schlinge gezogen!

 

SG KTV Wil / Uzwil – SG Futuro Gossau 18:18

Am Samstag, dem 11. November, reisten die Futuros für ein Auswärtsspiel in die Lindenhof-Halle nach Wil. Das Ziel war allen klar! Nach der schlechten Leistung gegen Frauenfeld, wollte man eine Reaktion zeigen. Das erste Mal erhielt ich, Pascal Dörig, die Gelegenheit, als «Head-Coach» zu fungieren und konnte Gianni Keller als «beratender Assistent» bei Seite haben. Den Match-Plan bereitgelegt, wurde bereits in der Garderobe versucht, die Junioren aus Gossau zu motivieren. Wenn man die Motivation in Prozent ausdrücken würde, lag sie bei maximal 80 %. Viel zu wenig um zu siegen. Aber wer weiss, noch hatte man eine halbe Stunde Zeit, diese zu steigern.

Die Futuros sind sich mittlerweile an den Meisterschaftsbetrieb gewohnt. Neu am Samstag war die Situation, dass gleich drei Spieler aufgrund einer Verletzung ausfielen. Auch wenn, wegen des Spielverlaufes, nicht alle zum Einsatz kamen, mussten andere Spieler viel Verantwortung übernehmen.

Die Startminuten waren wie immer bereits bei vorhergehenden Matches etwas durchzogen. Dies wird wohl eine Schwäche der Futuros bleibe. So kam es, dass nach 10 Minuten ein 6 zu 3 Rückstand entstand. Dies hatten die Spieler wohl selbst zu verschulden. Man verspielte unnötig Gegenstösse oder reagierte überhastet im Abschluss von den Flügelpositionen.

Immer wieder spielte man sich heran, konnte die Gegner aber nie überholen. Dies zog sich durch bis in die zweite Hälfte. Zwischenzeitlich kam es zu einem sechs Tore Rückstand. Dies kam hauptsächlich zustande, weil die Futuros im Angriff zu wenig Druck machten. Man vergass, in die Lücke zu laufen, dorthin zu gehen, wo es manchmal wehtun kann, dem Gegner sowie sich selbst. Die Mannschaft bewegte sich auf der Achterbahn der Gefühle. Erst knallte es im gegnerischen Tor Wurf für Wurf ins Tor hinein, dann ging wieder alles drunter und vor allem auch drüber, verteilt auf die erste und zweite Halbzeit.

In der 24. Minute der zweiten Halbzeit folgte ein Team-Timeout. Man lag fünf Tore zurück. Der letzte Weckruf fand statt. Die letzte Gelegenheit des Head-Coaches die Spieler zum letzten Kampf zu motivieren und voll aufs gegnerische Tor zu gehen. Es folgte ein Spielerwechsel, dann ging es auch schon weiter.

Und tatsächlich fruchtete das Team-Timeout. Was die Futuros in den letzten fünf Minuten des Matches zeigten, waren Kampf, Leidenschaft und vor allem Emotionen. In der Verteidigung agierte man zwar stark offensiv, die Heim-Mannschaft wusste mit dem aber nichts anzufangen. Es entstanden Ballverluste, die die Gossauer nun einmal gnadenlos ausnutzten. Doch nicht nur die Verteidigung brillierte, sondern auch Lars Lutz, der die ganze zweite Hälfte im Gossauer Tor stand. In solch wichtigen fünf Minuten auf einen guten Rückhalt im Tor zählen zu können, kann nicht jeder Trainer. Der Ausgleich kam 20 Sekunden vor Schluss und wurde von der Bank und vor allem von mir extrem gefeiert.

Ob das Unentschieden gerechtfertigt ist, darüber lässt sich streiten. Es hätte auf beide Seiten kippen können. Die Fahrlässigkeit im Angriff spricht klar gegen die Rechtfertigung eines Unentschiedens. Jedoch zeigten die Weiss-Schwarzen eine solch gute Moral in den letzten Minuten, welche die Fahrlässigkeit im Angriff beinahe (!!!) schon überschattet.

In den letzten fünf Minuten den Fight angenommen und bis zur letzten Sekunde gekämpft haben: Jeremias Eilinger, Lars Lutz; Leo Baumgartner, Luca Bücheli, Nicola Peyer, Amin Sapra, Adam Dulkanovic, Janis Pfister, Andreas Diem (n.e.), Gian Bosshard (n.e.), Nico Laurin Strauss (Ergänzungsspieler), Ognjen Stevic (Ergänzungsspieler), Timon Truniger (Ergänzungsspieler),
Pascal Dörig und Gianni Keller (Trainerteam)

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