MU17 Elite - Lake Side Challenge in Thun

Defense First

Am vergangenen wunderschönen Sonntag ist die frisch gebackene MU17 Elitemannschaft vom RLZ Fürstenland ins Berner Oberland gefahren. Seit dem Saisonstart vor gut einem Monat hat sich das Team praktisch ausschliesslich auf ihre Deckung konzentriert. Diese wollte sie am besten Juniorenturnier der Schweiz in Thun auf den Prüfstein legen. Die Ostschweizer wurden in eine Bombengruppe mit gleich drei Favoriten der Saison 2017/18 eingeteilt.

 

Pfadi Winterhur - Fortitudo Gossau 18:13

Der Aufsteiger aus Gossau hatte entweder die lange Fahrt noch in den Beinen oder aber es brauchte zehn Minuten Angewöhnungszeit an das Eliteniveau. Da die Zürcher einen ähnlich langen Weg hatten, war es wohl eher Zweiteres. Die Winterthurer werden als Favorit auf die Schweizer Meisterschaft gewertet und haben dies in der Anfangsphase eindrücklich unter Beweis gestellt. Die Fürstenländer wurden in den ersten zehn Minuten regelrecht überfahren. Nach zehn Minuten stand es bereits 7:1. Danach konnten sich die Schwarz-Weissen allerdings fangen und bis auf zwei Tore herankämpfen. Da es ein Vorbereitungsturnier ist, wurden einige Dinge ausprobiert und fleissig gewechselt. Dies führte wohl dazu, dass die Aufholjagd der Kramer-Osterwalder-Equipé ins Stocken geriet. Zum Schluss konnte der Favorit den Vorsprung nochmals auf fünf Tore ausbauen.

Osterwalder (1), Peyer (2), Stadler, Rügge (2), Verlezza (1), Inauen (1/1), Bischofberger, Mosimann, Kuhn, Mitrovic (2), Zeller (1), Schneider (3), Niedermann (22%) und Mannhart (27%) gecoacht von Kramer und Osterwalder

 

Fortitudo Gossau - HSG Nordwest 15:19

Im zweiten Spiel wollten die Gossauer die Fehler aus dem ersten Spiel verbessern und von Beginn weg bereit sein. Nach dem legendären Lake-Side-Risotto gelang dieses Vorhaben perfekt. Der amtierende Schweizer Meister geriet nach den ersten fünf Minuten bereits mit 3:0 ins Hintertreffen. Inauen und Bischofberger führten den Forti-Karren in der Offensive souverän an und in der Deckung funktionierte das Zusammenspiel mit Torhüter Mannhart sehr gut. Der Meister aus Basel wurde dann seiner Rolle aber noch gerecht. Die Forti-Jungs agierten eigentlich weiterhin auf hohem Niveau, doch gleich mehrere Einzelfehler in doppelter Unterzahl sorgten dafür, dass die SG aus Birsfelden in Führung gehen konnte. Das Spiel war danach lange ausgegeglichen. Die Ostschweizer erzielten immer wieder das Anschlusstor und konnten kurz vor Schluss sogar noch ausgleichen. Doch am Ende brachen wieder einige Einzelfehler das Genick der Fortitruppe. Das war eine ärgerliche Niederlage, da man grundsätzlich gut gespielt hat und lange mit dem Meister aus dem Raum Basel, der übrigens ein Vorzeigeprojekt vom RLZ Fürstenland ist, mithalten konnte. Doch auf diesem Niveau sind solche Einzehlfehler gewichtiger als noch letzte Saison und werden sofort hart bestraft. Mit dieser Niederlage rückte auch das Finale in weite Ferne.

Osterwalder (1), Peyer (1), Stadler, Rügge (1), Verlezza (1), Inauen (4/2), Bischofberger (4), Mosimann, Kuhn (1), Mitrovic, Zeller (2), Schneider (3), Niedermann (n.e.) und Mannhart (30%) gecoacht von Kramer und Osterwalder

 

Suhr Aarau - Fortitudo Gossau 13:16

Im letzten Spiel stand der Play Off Finalist aus der letzten Saison und damit gleich der dritte grosse Brocken in der Quere. Die Fürstenländer wollten aber unbedingt mit einem Sieg im Gepäck die weite Heimreise antreten. Dieser Wille war von Beginn weg zu spüren. Bischofberger machte seinen Job als Versuchskaninchen auf Hinten Mitte souverän und konnte mit dem getankten Selbstvertrauen im Angriff überzeugen. Die Schwarz-Weissen rissen das Spiel im Kollektiv an sich. In der Deckung wurde endlich das Trainierte sichtbar. Es wurde zusammen gefightet und mit einigen gewonnen Bällen endlich der Tempogegenstoss forciert. In der Schlussphase sorgte dann Linkshänder Kuhn mit einigen sehenswerten Treffern für den Unterschied. Der Sieg war sehr verdient und wichtig für die Moral des Teams.

Osterwalder (1), Peyer (2), Stadler, Rügge (1), Verlezza (1), Inauen (2/2), Bischofberger (4),  Mosimann (1), Kuhn (3), Mitrovic, Zeller (1), Schneider (v), Niedermann (17%) und Mannhart (25%) gecoacht von Kramer und Osterwalder

 

Schlussendlich stimmt der Auftritt des Teams trotz den zwei Niederlagen positiv. Es war viel Potential ersichtlich und man konnte gegen die ganz grossen der Schweiz mithalten. Die Trainer konnten wichtige Erkenntnisse sammeln. Doch es ist nach diesem Sonntag auch allen klar, dass weiterhin hart gearbeitet werden muss. Unter dem Strich darf man sich auf eine spannende Saison einer talentierten Mannschaft mit viel Potential freuen. Dies auch weil das Gossauer Team wohl das jüngste der Liga sein wird. 

Zurück