MU17 Elite - Mit einem Teamkampf den Fluch besiegt und wieder auf die Siegerstrasse gefunden

Unnötig spannende Schlussphase

TSV Fortitudo Gossau - BSV Bern Muri 25:24 (15:10)

Es gab schon bessere Zeiten für die MU17 vom RLZ Fürstenland als der vergangene Winter. Obwohl man sich am Züri-Cup im Januar noch in Topform zum Turniersieg spielte, hatten die Fortianer in der Rückrunde bislang Mühe, den Anschluss an ihre Leistungen in der Hinrunde zu finden. Die Gründe dafür waren vielfältig. Einerseits ist man bestimmt kein unbeschriebenes Blatt mehr in der Eliteliga und wird ernst genommen. Andererseits mangelte es in einigen Spielen an einer dem Leistungssport würdigen Vorbereitung von einigen Spielern, was sogar die Gegner erkannten. Doch der geduldige Beobachter wusste, dass die Jungs seit einigen Wochen gut trainieren und folglich die Ernte irgendwann einfach kommen musste. Im Abschlusstraining setzte sich das Team angepassten Ziele und vereinbarte Handlungsmassnahmen, wie der vierte Platz am Ende noch herausschauen soll.

Den nächsten Anlauf zur Ernte bzw. zur neuen Zielerreichung nahmen die Ostschweizer im Heimspiel gegen den direkten Tabellennachbarn aus der Schweizer Hauptstadt. Die Trainer wollten mit einer 6:0-Deckung und den vier "Felsen" im Abwehrzentrum für die nötige Stabilität und Sicherheit gegen die robusten Berner Bären sorgen. Dieser Plan ging leider mächtig in die Hosen. Die Gegner konnten ungehindert aus der zweiten Reihe mit präzisen und harten Würfen locker einnetzen. Zum Glück gelang eben dies auch den Rückraumspielern vom Heimteam. So konnte man in Ruhe das Deckungssystem auf die gewohnte 3:2:1-Variante umstellen, was dann gemeinsam mit Schlussmann Mannhart auch den Grundstein für einen Gossauer Lauf legte. Bischofberger, der sich in der Startviertelstunde in der Deckung aufopferte, hatte mächtig Lust entwickelt auch im Angriff zu reüssieren und sorgte mit seinen Teamkameraden für einen 3:0-Lauf und somit zur klaren 15:10-Pausenführung. Allgemein zeigten sich die Mannen, die von der Bank aus kamen, von der besten Seite und bewiesen, dass sie sich nicht verstecken müssen.

Trotzdem entschied sich das Coachingtrio, wieder zurückzuwechseln, da man in der Deckung bei den vielen Übergängen der Berner jeweils in ein 6:0 umstellte. Der Plan schien gut aufzugehen und das Spiel sollte bald in trockenen Tüchern sein. Doch der kleingewachsene Gästettorwart kam wie die Phönix aus der Asche, nagelte sein Tor zu und setzte sich in den Köpfen der Fürstenländer fest. Obwohl das Angriffsspiel sehr gut war, scheiterte man schlussendlich kläglich im Abschluss. Es war der Moment in dem der Kampf aufgenommen werden musste. Dies verkörperte allen voran Rückraumshooter Zeller, welcher sich mit jeder Faser seines Körpers gegen die Niederlage resp. ein Remis wehrte. Das Spiel entwickelte sich zu einem Hitchcock. Mit den Lehren aus dem Genfer Auswärtsspiel waren die Forti-Jungs dieses mal jedoch abgeklärter und konnten mit einer Kampfleistung inkl. Cleverness das Spiel am Ende für sich entscheiden.

Auf die Siegerstrasse zurüchgefunden haben: Niedermann (1 Parade), Mannhart (6 Paraden), Gönültas, Zeller (7), Osterwalder (2), Verlezza, Inauen (/2), Stadler (3), Bischofberger (2/2), Peyer (2), Mitrovic, Rügge (5), Schneider (1) und Mosimann gecoacht von Kramer, Osterwalder und Bleiker

nicht dabei: Kuhn, Koller und Bettenmann (alle verletzt)

Inauen holte mit seinem geschickten 1 gegen 1 mehrere 7-Meter raus

 

Bischofberger hat zum Kampf zurückgefunden

 

Das Spiel über die Aussen lief nicht wie gewollt. Da reagierte Schneider mit einem Zweikampf darauf.

 

Peyer konnte sich mehrmals in Szene setzen.

 

"Siege sind die besten Teambuildingsmassnahmen" (Dagur Sigurdsson)

 

Nach sechs sieglosen Spielen darf endlich wieder gejubelt werden.

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