MU17 Inter - Offensivfeuerwerk nach Nervenflattern führt zum Auswärtssieg

Am Ende entscheidet der Kopf über Sieg oder Niederlage

SG Möhlin/Magden - TSV Fortitudo Gossau 24:28 (10:9)

Die Ausgangslage vor dem Spiel hätte klarer nicht sein können. Gewinnen die Ostschweizer, rücken sie ihrem Ziel dem Doppelaufstieg aus der Regio in die Elite sehr nahe. Verlieren sie das Auswärtsspiel, sind sie auf fremde Hilfe und einen Exploit in den letzten beiden Spielen angewiesen. Nach dem das Hinspiel durch die schlechteste Saisonleistung mit 21:17 verloren ging, hat sich das Team sehr gewissenhaft auf das wichtige Auswärtsspiel vorbereitet. Diese Ausgangslage führte bei den Spielern offensichtlich für Nervenflattern. In der Anfangsphase wurden die Vorgaben der Trainer ungenügend umgesetzt. Die beste Deckung der Liga hielt zwar ihr Versprechen, doch im Angriff reihten sich technische Fehler, Unkonzentriertheiten und undiszipliniertes Spielverhalten aneinander. Die Heimmannschaft konnte so einfach einen 6:3-Vorsprung herausspielen. Früh zeigte sich, dass dieses Spiel wohl im Kopf entschieden wird. In einem Time Out wurde versucht das Nervenflattern im Angriff wegzubringen, indem der Auftrag nochmals klar formuliert wurde. Die Ansage zeigte eine leichte Wirkung. Ein Exploit von Kessler mit drei erfolgreichen Abschlüssen aus der zweiten Reihe und zum Abschluss ein Gegenstoss von Moser sorgten für ein 10:9-Halbzeitresultat.

In der zweiten Halbzeit stellten die Möhliner wenig überraschend auf ihre 6:0-Deckung zurück. Auf dieses Szenario waren die Forti-Jungs bestens vorbereitet. Brülisauer, Kessler und Osterwalder setzten die eingeübten Angriffshandlungen am besten um und konnten erstmals für eine Gossauer Führung sorgen. Das riss beim Basler Trainer den Geduldsfaden, der sich heftig beim starken Schiedsrichterduo ausliess, wofür er mit der roten Karte bestraft wurde. Zu diesem Zeitpunkt lief alles für die Schwarz-Weissen. Sie konnten bei einer Zweitoreführung mit einer doppelten Überzahl angreifen und vorentscheidend davon ziehen. Doch für einmal passte der ansonsten äusserts erfolgreiche Shooter Brülisauer nicht auf und spielte den Ball direkt einem Gegenspieler zu. So entwickelte sich das Spiel in der letzten Viertelstunde noch zu einem wahren Aufstiegskrimi. Leider holte sich Captain Gutmann mit der dritten Zweiminutenstrafe die rote Karte, was die Schlussphase noch brisanter machte. Mit Kampf, Cleverness, Coolness, Überzeugung und einer dicken Portion Selbstvertrauen schossen die Fürstenländer das Heimteam zum Schluss ab, was zu einem verdienten und doch einigermassen klaren 28:24-Sieg führte. Obwohl auf der Statistik vor allem Brülisauer mit 14 Toren und Kessler mit 6 Toren herausstechen, gehört dieser Sieg dem Kollektiv, wobei auch junge Spieler wie Stadler, Rügge etc. mit wenig Spielzeiten alles für den Erfolg des Teams zürcksteckten.

Mit diesem Sieg im Gepäck steht die Forti-Equipe nun mit drei Verlustpunkten Abstand vor Möhlin auf dem Aufstiegsplatz. Es müsste in den letzten zwei Spielen noch ganz dumm zu und her gehen, damit die Gossauer von diesem Aufstiegsplatz fallen. Die Mannschaft hat sich ausgelassen über den Sieg gefreut. Auch Sportchef Gätsby war entzückt und zahlte dem Team eine Runde Burger. Diese müssen aber schnell verdaut und weiterhin seriös gearbeitet werden, denn die Kramer/Gächter-Truppe ist noch nicht ganz durch. Nach dem Internationalen Biberacher Osterturnier könnten sie mit einem Überraschungssieg gegen die bereits aufgestiegene Spielgemeinschaft aus Stäfa den Aufstieg in der eigenen Halle feiern. Dafür braucht es aber eine Topleistung. Damit diese möglich ist, wird am Internationalen Turnier auf Topniveau gegen die besten Juniorenteams Europas getestet. Dabei wird die Deckung in Sachen Physis und der Angriff im Bereich des Durchsetzungsvermögens wohl am stärksten gefordert sein.

Den vorentscheidenden Sieg im Aufstiegsrennen feiern konnten: Halter (24 %), Gröpl (37,5 %), Moser (2), Gutmann, Scheiwiler, Schneider (2), Rügge (1), Bischofberger (v), Brülisauer (10/4), Osterwalder (3), Kessler (6), Koller, Rutz, Huber und Stadler (n.e.) gecoacht von Kramer, Gächter und Verlezza (v)

 

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