MU19 Inter - Bittere Niederlage mit MU17 in MU19-Liga

Mehr Ausfälle als Anwesende

HSC Kreuzlingen - TSV Fortitudo Gossau 34:24 (17:10)

Im zweitletzten Spiel sollten die Forti-Jungs mit einem Sieg die gute Ausgangslage für das Finalissima aufrecht erhalten. Die Umstände hätten aber kaum schwieriger sein können. Dass die MU19 von Fortitudo nicht mit voller Kraft antreten kann, ist schon fast zur Gewohnheit geworden. Dieser Umstand macht dem Schreibenden ziemlich zu Denken. Nebst Pech fehlt es zum Teil auch am nötigen Willen und der Einstellung, jedes Training und Spiel zu absolvieren. So wurden in dieser Saison bereits 25 Spieler eingesetzt, damit man wettkampftauglich ist. Die MU19 kann sich dafür bei ihren jüngeren Vereinskollegen bedanken, welche regelmässig aushelfen. Diese wiederum nehmen die Chance natürlich gerne an, Erfahrung in der MU19 zu sammeln. Trotz allem steht Forti nach dem Aufstieg im Winter an der Tabellenspitze und kann zwei Runden Vor Ende die Gruppe noch aus eigener Kraft gewinnen. Doch die Misere spitzte sich am vergangenen Samstag zu einem Höhepunkt. Ingesamt elf Spieler aus dem 17-Mann starken MU19-Kader standen Trainer Kramer nicht zur Verfügung. Brülisauer und Garbini D. halfen bei den Aufstiegsspielen vom Herren 2 in die 1. Liga aus, Huber, Gröpl und Gutmann waren in den Ferien und Lämmler, Rutz, Scheiwiler, Bleiker, Peyer, sowie Carpanese sind verletzt. So trat Fortitudo mit einer „MU17 und Co.-Mannschaft“ an.

Von Beginn weg zeigten sich die Seebueben stärker. Die MU17-Jungs waren mit der Härte und körperlichen Masse überfordert und den wenigen MU19-Jungs gelang es nicht, dem Spiel den Stempel aufzudrücken. So entwickelte sich das Spiel leider früh in eine Richtung. Mittels Systemwechseln wollte man der Mannschaft mehr Sicherheit geben resp. die Gegner mit neuen Herausforderungen verunsichern. Leider geschah das Gegenteil, was zu einem klaren 17:10-Pausenstand führte.

Da die Tordifferenz am Ende im Rennen um den ersten Platz entscheidend sein wird, ging es in der zweiten Halbzeit ganz nach dem Motto „Jedes Tor zählt“ weiter. Doch die Mannschaft nahm den Kampf nie richtig auf. Es war nicht ersichtlich, dass man sich ein Finalissima gegen die Appenzeller erarbeiten will. Am Ende gewannen die im Durchschnitt fast drei Jahre älteren Kreuzlinger verdient mit einem 10-Torevorsprung. Da Appenzell seine Hausaufgaben gemacht hat und sehr hoch gegen den SV Fides gewann, müssten die Fortianer das letzte Spiel im Finale mit zehn Toren Differenz gewinnen um die Gruppe zu gewinnen. Dabei geht es um keine sportlichen Ziele. Es ist ein Duell zwischen Männern um Ruhm, Ehre und Stolz, welches die besseren gewinnen werden.

Dies ist ein absolut machbares Unterfangen. In all den vergangenen Jahren gewannen die stets einiges jüngeren Gossauer sämtliche Duelle. Der Höhepunkt war der Cupsieg im MU19 mit der MU17 im Finale gegen die Handballriege. Anfangs Saison ging man noch mit 13 Toren Differenz als deutlicher Sieger vom Platz. Danach fehlte aber in den folgenden Aufeinandertreffen jeweils viel für einen Sieg. Es wird sich zeigen, ob die Fürstenländer den Schalter endlich umkippen können. Für die Mission Impossible braucht es jedenfalls die zuletzt vermisste Einstellung und einen unbändigen Willen. Man darf gespannt sein. Es gibt keine Entschuldigungen mehr. Die Spieler müsssen mit dem Messer zwischen den Zähnen ihr Herz auf die Platte legen.

Die bittere Niederlage hinnehmen müssen: Moser, Zeller, Verlezza, Osterwalder, Carpanese (v), Stadler, Bischofberger, Enzler, Kessler, Rügge, Schneider,  Kobler (5 Paraden) und Halter (3 Paraden) gecoacht von Kramer

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