MU19 Inter - Souveräner Aufstieg vom Pionierjahrgang

Aller guten Dinge sind drei?

TV Solothurn - TSV Fortitudo Gossau 15:34 (4:16)

Am vergangenen Samstag war es wieder einmal so weit. Die Aufsteigerjungs von Fortitudo standen gegen den TV Solothurn vor dem Play-Off-Spiel um den Aufstieg. Das Los meinte es nicht sonderlich gut mit ihnen. Zum alles entscheidenden Spiel musste der Pionierjahrgang vom RLZ-Fürstenland nach Solothurn fahren und traf dort auf einen unbekannten Gegner, der mit Talenten vom Eliteverein BSV Bern-Muri bespickt ist.

Weil die medizinische Abteilung gemeinsam mit den vielen Verletzten unter Hockdruck arbeitete, war es möglich eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. Allerdings war es ungewiss, ob die von Verletzungen zurück gekommenen Spieler nach nur einer Trainingswoche auch wirklich ihr Können auf den Platz bringen können. Doch das schöne an so einem Aufstiegsspiel ist, dass es keine Ausreden gibt. Entweder man legt das Herz auf die Platte und steigt auf oder es klappt nicht. Zum Glück sind die ältesten Gossauer Junioren diesbezüglich Routinieres.

Als der Schiedsrichter das Spiel in der kalten und dunklen Halle frei gab, waren beide Teams sichtlich nervös, dies mit dem Unterschied dass die Gossauer Deckung unter der Regie vom rekonvaleszenten Scheiwiler zur alten Stärke fand und gemeinsam mit Schlussmann Halter die weisse Forti-Mauer aufzog. Als dann die Nervosität langsam weg war, gelangen auch die ersten Angriffskombinationen und Tempogegenstösse. Rasch stand es 9:2 für die Ostschweizer. Weil die Solothurner weiterhin an der weissen Mauer abprallten, entstand ein Frust beim Topscorer des Gegners, welchen er so lauthals raus liess, dass ihn der Schiedsrichter mit der roten Karte vom Feld stellen musste. Den Gossauer gelang es besser, die harte aber durchaus korrekte Linie des Unparteiischen einzuhalten. Mit Deckungsgeschick und starkem Zweikampfverhalten liefen die Heimspieler immer wieder in technische Fehler, welche dann eiskalt im Tempogegenstoss verwandelt wurden. Während die Solothurner nicht wussten, was mit ihnen geschah und mit dem Schiedsrichter haderten, zogen die Forti-Jungs ungehemmt weiter und konnten mit einem komfortablen 16:4-Polster die müden Beine ausruhen lassen.

Im zweiten Durchgang waren es wieder die Schwarz-Weissen, welche bissiger ins Spiel starteten und ihr Polster weiter ausbauten. Die Solothurner versuchten es mit einem letzten Aufbäumen, welches aber nur für einige Minuten hinhielt, woraufhin sie dann sichtlich aufgaben. Die Gossauer konnten dadurch nach der Pflicht die Kür in Angriff nehmen und celebrierten ihren Aufstieg mit einigen sehenserwerten Kempatricks und anderen Trickwürfen bis zum Schlussstand von 34:15.

Die Aufsteigergeneration hat nun schon zum dritten Mal zugeschlagen und den gesamten Fortinachwuchs in Leistungsligen katapultiert. Dadurch erfüllt die Nachwuchsabteilung nun sämtliche Kriterien vom Swiss Olympic Rookies Label, welches auf die kommende Saison beantragt wird - ein weiterer Schritt in die Professionalisierung vom Ostschweizer Nachwuchsprojekt RLZ Fürstenland unter dem Lead vom TSV Fortitudo Gossau.

Es wären nicht die Aufsteigerjungs, wenn sie nun auf den geholten Lorbeeren ausruhen würden! In der Rückrunde muss der Ligaerhalt geschafft werden und selbstbewusst in der lezten Juniorensaison der 2000er der Eliteaufstieg angepeilt werden. Dafür muss nun nach einer kurzen Winterpause wieder fleissig trainiert werden. In der Intergruppe darf man sich mit dem TV Appenzell, HSC Kreuzlingen und SV Fides auf drei Derbys freuen. Speziell mit den Innerrhödler haben die Gossauer nach der Pleite mit stark verletzungsgeschwächten Team noch eine Rechnung offen. Der Modus mit drei Absteiger und drei Aufsteiger von sechs Teams ist knallhart.

Die Aufsteigerjungs: Carpanese (9/1), Garbini D. (1), Enzler (5), Garbini N., Scheiwiler, Gutmann (/1), Huber (4), Kessler (1), Lämmler (9/2), Rügge (1), Rutz (3), Schneider, Halter (52%) und Kobler (35%) gecoacht von Kramer, Bleiker (v), Gächter und Brülisauer (v) mit Aufstiegsbusfahrer Peter Gätsby Streuli

verletzt: Wunderli, Moser und Gröpl

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